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Beton unter Wasser

Ohne Grundwasserabsenkung entstanden neun Baugruben

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Auf 90.000 Quadratmetern Fläche entstanden die Baugruben im Wand-Sohle-Bauverfahren, bei dem auch Taucher gefragt waren. Schritt für Schritt wurden die Baugruben "trockengelegt" und der Bau der unterirdischen Bauwerke konnte beginnen.

Anfang der neunziger Jahre entstanden die ersten Ideenskizzen für den Berliner Hauptbahnhof - Lehrter Bahnhof. Am 12. September 1995 wurde das Planfeststellungsverfahren für die Nord-Süd-Verbindung mit dem Berliner Hauptbahnhof - Lehrter Bahnhof abgeschlossen, die Bauvorbereitungen konnten beginnen. Bis 1998 wurden die ersten Baugruben erstellt, mit der Grundsteinlegung am 9. September 1998 begann der eigentliche Bahnhofsbau. Die Nähe der Spree, des Tiergartens und die angrenzende Bebauung lassen nur vorsichtige, kontrollierte Eingriffe in die Grundwasserverhältnisse zu. Wie beim Bau der unterirdischen Anlagen der neuen Nord-Süd-Verbindung der Fernbahn wurden für die Errichtung der Baugruben des Berliner Hauptbahnhofs - Lehrter Bahnhofs Verfahren gewählt, die eine Absenkung des Grundwassers nicht erforderlich machten.

1,5 Millionen Kubikmeter Erdstoffe wurden ausgehoben

Nacheinander entstanden insgesamt neun Baugruben mit einer Fläche von 90.000 Quadratmetern. Das entspricht der Größe von elf Fußballfeldern. Dabei wurden 1,5 Millionen Kubikmeter Erdstoffe ausgehoben und vom Humboldthafen per Schiff abtransportiert. Würde diese Menge per Lastwagen befördert, ergäbe sich eine rund 1.300 Kilometer lange Karawane von schweren Kippern. Vom Brandenburger Tor würde die Lastwagenschlange bis an die französische Atlantik-Küste reichen. Die Baugruben entstanden in der umweltverträglichen Wand-Sohle-Bauweise.

Mit 20 Tonnen je Quadratmeter drückt das Grundwasser gegen die Betonsohle

Mit diesem Verfahren wurde eine von allen Seiten umschlossene, wasserdichte Baugrube errichtet, in der dann die unterirdischen Bauwerksteile erstellt werden konnten. Die Grafiken im Dateianhang am Ende der Seite zeigen die Schritte zur Herstellung einer Baugrube. Zunächst wurden die rund 25 Meter tiefen und 1,5 Meter mächtigen Seitenwände in einem Schlitz errichtet und mit Schrägankern gesichert. Dann wurde die Baugrube ausgehoben, dabei entstand ein Grundwassersee. Als die Sohle in rund 20 Metern Tiefe erreicht war, wurden die 27 Meter langen Auftriebsanker in den Untergrund getrieben und die 1,5 Meter starke Betonsohle unter Wasser gegossen. Die Anker sichern die Betonsohle gegen den Auftriebsdruck des Grundwassers von 20 Tonnen je Quadratmeter. Nachdem die Baugrube dicht war, wurde das Grundwasser schließlich gelenzt. In der trockenen Baugrube begann dann die Errichtung der eigentlichen Bauwerke.

Tunnelbau Grafiken

Dateiformat: PDF

Dateigröße: 0,02 MB

Letzte Aktualisierung: 04.08.2010

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Bahnhofsuhren aus verschiedenen Epochen

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