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Weltweit beachtetes Logistikkonzept

100 Messstellen kontrollierten stündlich den Stand des Grundwassers

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In beispielhafter Weise wurde beim Bau des neuen Berliner Hauptbahnhofs auf die Schonung der Umwelt geachtet. Wegen der günstigen Wasserstraßenanbindung wurden große Mengen der Abbruchmassen per Schiff entsorgt.

Für die Millionen von Kubikmetern Erdstoffe und Baumaterialien wurde ein weltweit beachtetes Logistikkonzept entwickelt und umgesetzt. Die Ver- und Entsorgung erfolgte per Schiff, mit der Bahn und auch per LKW. Über 80 Prozent der Abbruchmassen des alten Lehrter Stadtbahnhofs wurden per Schiff zur Entsorgungsanlage transportiert. Auch der Abtransport von 1,5 Millionen Kubikmetern ausgehobener Erdstoffe aus Baugruben erfolgte per Schiff. Er hätte, per Lastwagen befördert, eine rund 1.300 Kilometer lange Kolonne gebildet.

Für den Transport zu den Baustellen wurde ein eigenes Baustraßennetz genutzt, um Emissionen, Straßenlärm und Belastungen für die öffentlichen Straßen zu vermeiden. Per Computer wurde das Grundwasser überwacht. Das Grundwassermanagement sorgte für stabile Verhältnisse im Berliner Untergrund – gut für den Tiergarten und gut für die zahlreichen alten Gebäude, die traditionell auf Eichenpfähle gebaut sind.

Über eine Fläche von vier Quadratkilometern in der Mitte Berlins kontrollierten bis zu 100 Messstellen stündlich den Stand des Grundwassers. Die Daten wurden automatisch per Funk in die Computerzentrale des Grundwassermanagements übermittelt. Deren Rechner verglichen die Messwerte mit den Behördenvorgaben. Bei Abweichungen wurde entweder gezielt Grundwasser aus den Baugruben - gereinigt und von Eisen und Mangan befreit - in Versickerungsbrunnen eingeleitet oder überschüssiges Grundwasser in die Spree gepumpt.

Letzte Aktualisierung: 04.08.2010

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mehrere Sandhaufen am Wasser

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Bahnhofsuhren aus verschiedenen Epochen

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